Heute sollte es also losgehen – mein erstes Muay Thai Training. Sak sah mir erstmal zu wie ich mich aufwärmte und drückte mir dann ein Springseil in die Hand. Nach etwa 15 min. dann Schattenboxen mit Betonung auf Knie – und Ellbogeneinsatz. Das gefiel mir und war neu für mich. Und nun Sandsack – erst Knietechniken, dann Kicks. Von meinen Darbietungen war er nicht so richtig begeistert – also hatten wir da ’ne richtige Baustelle. Meine Knie hatten zu wenig Hüfteinsatz und meine Kicks waren zwar schnell und klatschten schön laut, hatten aber zu wenig Power. Sak erklärte und demonstrierte es mir sehr eindrucksvoll per Lowkick am Sandsack und an meinem Oberschenkel. …Ui Djeb (Aua Schmerz) und nun hatte ich erstmal genug Zeit und Gelegenheit zu üben. Das ging dann eine Weile so – jeden Tag immer um 16 Uhr zwei, manchmal auch drei Stunden. Öfter mal gab er mir dann Aufgaben und ging dann eben mal weg um etwas anderes zu erledigen. Ich übte dann zwar allein, aber nicht unbeobachtet, das sah er dann ja auch an den Ergebnissen und hörte es auch von den Nachbarn. So sprach es sich allmählich rum, daß Sak einen Farang – also Ausländer – trainiert. Viel später realisierte ich, anhand seiner Techniken, daß er aus dem Muay Chaiya kam. Er war früher ein ziemlich erfolgreicher Kämpfer und hatte sehr viele Freunde, die ihn dann auch öfter besuchten – unter anderem um den verrückten Farang zu sehen. Einer von ihnen, ein Boxer aus Phang Nga „spielte“ dann auch mit mir und zeigte mir sehr eindrucksvoll (im wahrsten Sinne des Wortes) was denn so alles noch auf mich zukommen sollte. An dem Tag bekam ich auch eine Einführung in den Thai Clinch (Muay Plam), was mich bis heute enorm begeistert. Nach Trainingsende schenkte er mir seine Muay Thai Hose, weil ich ja so brav mitgespielt habe. Diese Hose trug ich dann bei meinem letzten Kampf im neuen Spanhin Stadium in Phuket Town. Tags darauf hatte er dann seinen letzten Kampf – er war schon 33 Jahre alt und hatte genug gekämpft. Den Kampf gewann er schon in der ersten Runde durch KO mit ’nem Ellbogen zum Kopf – super Ding und gut, daß er mit mir nur gespielt hatte…Freute mich schon auf den nächsten Tag mit Thai Clinch….

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